Mittwoch, 8. August 2012

Das aktuelle Nähfragezeichen



 

Meike fragt in ihrem aktuellen Nähfragezeichen nach unseren Vorlieben für Schnittmuster und welche Preise wir dafür bereit sind auszugeben: 

Schnittmuster-Preise
Was für Schnittmuster kauft ihr am liebsten (Einzelschnitt, Zeitung, siehe oben) und wie viel seid ihr bereit, für ein Schnittmuster zu zahlen. Woran hängt eure Zahlungsbereitschaft (z.B. gute Erfahrung mit der Firma, zahlreiche Variationsmöglichkeiten...)?

Auch wenn ich noch nicht so lange wieder ins Nähen eingestiegen bin, habe ich doch inzwischen schon verschiedene Schnittmusterbezugsquellen und -varianten ausprobiert. 

An Schnittmuster mit Einzelgrößen hatte ich mich bislang noch nicht heran gewagt. Mich schreckte vor allem die Vorstellung ab, mich schon bei der Bestellung auf eine Größe festlegen zu müssen, ohne zu wissen wie der Schnitt ausfällt. Zudem habe auch ich das Problem, mehrere Größen auf meinem Körper zu vereinen und auch größentechnisch etwas zu schwanken, je nach Jahreszeit, Aktivitäten in sportlicher Hinsicht und Essgewohnheiten... Die Option, dann im Zweifel ein gern getragenes Teil auch mal ne Nummer größer nähen zu können, habe ich daher gern in der Hinterhand. Zudem finde ich einige der Einzelgrößenschnitte zu teuer.

Dennoch habe ich mich - inspiriert durch die Rabattaktion und vor allem durch die von Dir, liebe Meike, präsentierten Teile - zum Ende der Rabattaktion noch bei der Schnittquelle eingedeckt in der Hoffnung, dass die vermessene Größe auch stimmt. Ich werde berichten.

Mehrgrößenschnitte kaufe ich gerne und habe sie inzwischen in recht großer Zahl - längst noch nicht alle auch umgesetzt. Ich kaufe vor allem Schnitte, die ich vorher in anderen Blogs bereits umgesetzt und für toll befunden habe und bin dann auch bereit, bis zu einer Schmerzgrenze von 10 - 15 Euro zu gehen, je nachdem, wie mir der Schnitt gefällt. Ich blättere dann auch gerne in den Schnitten und den Anleitungen und schwelge darin, was ich alles nähen könnte, wenn ich die Muße dazu hätte...kurz gesagt, sind die Schnitte für mich dann nicht nur Arbeitsgrundlagen, sondern irgendwie auch Inspiration und "Bilderbücher" für Große.

Dabei stört mich dann auch nicht, wenn diese Schnitte in englisch sind (das verstehe ich ganz gut) oder auch in anderen Sprachen wie dänisch. Nur japanisch würde meine Kombinationsgabe derzeit noch überfordern!

Aus Zeitschriften habe ich für mich noch nicht so viel ausprobiert, sondern eher für Möhrchen. Ich finde die Ottobre ganz ansprechend, weil es nicht zu viele Schnitte auf einmal sind und ich nicht das Gefühl habe, total überflutet zu werden. Mein bislang einziges für mich aus einer Ottobre umgesetztes Projekt glückte mir nur so mittelmäßig und ich fand die Anleitung teilweise auch nicht so überzeugend. Die Burda habe ich - ehrlich gesagt wegen der Werbeprämie - aktuell abonniert, werde sie aber wieder kündigen, weil mich darin nicht so viel anspricht. Ich hoffe aber, den einen oder anderen Nähtipp daraus zu bekommen.

Manchmal, besonders für Kinder, nähe ich auch gern aus Büchern, z.B. aktuell einen Mädchenrock aus diesem Buch, allerdings gibt es für Erwachsene wenig schöne Inspirationen aus Büchern (zumindest scheine ich sie nicht zu kennen).

E-Books habe ich in letzter Zeit viele gekauft und danach genäht, weil es einfach verführerisch ist, jetzt und sofort loslegen zu können, wenn einem eine Idee im Nacken sitzt. Aber ganz ehrlich: jetzt und sofort lege ich eigentlich selten los, weil mir meist irgendeine Zutat zu dem Projekt fehlt, denn so gut ist mein Vorrat insbesondere an Kurzwaren zu Hause nicht.

Der Zeitvorteil ist somit eher theoretischer Natur. Nervig dagegen ist das Zusammenkleben, zumindest bei Erwachsenenkleidung. Ich habe zum Beispiel noch die Bögen für das Evadress ausgedruckt auf meienm Nähtisch herumfahren, weil ich das Kleid echt toll finde und in einigen Blogs schöne Modelle davon gesehen habe. Ob ich die 81000 Blätter jemals zusammentackern werde, steht allerdings in den Sternen.

Für kleinere Dinge und Accessoires finde ich e-books aber super, auch aus Kostengründen, weil ja das Porto wegfällt (und damit auch immer die Überlegung, was man denn noch zusätzlich bestellen könnte, damit sich das Porto lohnt...)

Klasse finde ich e-books dann, wenn man sich, wie z.B. hier bei diesem Schnitt von Lillesol und Pelle die benötigte Größe direkt ausdrucken kann. Dann bastele ich auch gerne kurz die paar Blätter zusammen.

Grundsätzlich sind die e-books zwar schön ausführlich und gut bebildert. Leider habe ich aber bei dem einen oder anderen e-book auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Anleitungen trotzdem nicht so toll verständlich sind und immer dann, wenn es für mich kniffelig wird, etwas im Ungefähren enden... Aber da gibt es solche und solche.

Momentan warte ich gespannt wie ein Flitzebogen auf zwei Colette-Schnitte, die schon ewig zu mir unterwegs sind. Da hätte ich dann doch gerne ein e-book...

Fazit: Bislang habe ich für Erwachsenenkleidung die besten Erfahrungen mit Mehrgrößenschnitten gemacht, wobei meine preisliche Schmerzgrenze für Schnitte aus Deutschland bei ca. 10 Euro liegt (für Schnitte aus dem Ausland wie Colette oder Sewaholic können es auch mal ausnahmsweise ein paar Euro mehr sein.).

Viele Grüße
Poldi

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen